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Three and Vodafone, tags: ericsson und - CC BY-SA

Ericsson und Nokia sichern sich 2-Mrd.-€-Auftrag, VodafoneThree setzt auf 5G-Zukunft in Großbritannien

VodafoneThree, der größte Mobilfunkanbieter Großbritanniens, setzt eines der bislang kühnsten Zeichen für die künftige Konnektivität des Landes. Kurz nach der Fusion von Vodafone UK und Three UK hat das Unternehmen milliardenschwere Verträge mit Ericsson und Nokia unterzeichnet, um nach eigenen Angaben das beste 5G-Standalone-Netz des Königreichs aufzubauen.

Die Aufträge im Wert von rund 2 Milliarden Pfund (etwa 2,3 Milliarden Euro) sehen vor, mehr als 27.000 Standorte im gesamten Vereinigten Königreich zu modernisieren und die beiden bisherigen Netze zu einem einheitlichen System zusammenzuführen. Ericsson übernimmt die Netzmodernisierung und liefert die landesweite 5G-Kerninfrastruktur, die London, Edinburgh, Cardiff, Belfast und weitere wichtige Städte versorgen soll.

Nokia wiederum liefert auf 7.000 Standorten seine AirScale-RAN-Technik, energieeffiziente Antennen und Systeme zum Netzmanagement. Gemeinsam wollen die Partner KI-optimierte, energie­bewusste Technologien ausrollen, die höhere Datenraten ermöglichen und künftige Dienste wie Automation, AR/VR und industrielles IoT unterstützen.

Mehr Jobs und bessere Abdeckung

Die Investition von VodafoneThree in Höhe von 11 Milliarden Pfund (12,8 Milliarden Euro) wird größtenteils vorfinanziert: Schon binnen eines Jahres sollen fast 75 Prozent der Bevölkerung schnelleres 5G erhalten, nach drei Jahren 90 Prozent. Bis 2025 sollen 16.500 Quadratkilometer sogenannter Mobilfunk-Not-Spots verschwinden, was die Versorgung in ländlichen Gebieten verbessert. Insgesamt könnten bis zu 13.000 neue Arbeitsplätze entstehen, wobei der Großteil der Stellen außerhalb Londons angesiedelt sein soll, um das regionale Wachstum zu fördern.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA stimmte der Fusion unter der Bedingung dieser Großinvestition zu, um den Wettbewerb zu sichern. Laut Analyst*innen verschafft die Vereinbarung dem Vereinigten Königreich einen Vorsprung bei der nächsten Mobilfunkgeneration und stärkt zugleich die europäische Telekombranche – zumal das Huawei-Verbot weiterhin gilt.

Wir sind stolz darauf, mit VodafoneThree zusammenzuarbeiten … Vertrauenswürdige, leistungsfähige und programmierbare Netze sind entscheidend … KI, Automatisierung sowie virtuelle und erweiterte Realität können ohne sie ihr Potenzial nicht ausschöpfen.

Börje Ekholm

Ericsson-Chef Börje Ekholm bezeichnete die Vereinbarung als Schlüssel für KI-getriebene Anwendungen, während das VodafoneThree-Management sie als Fundament eines sicheren Netzes der Weltklasse einordnet. Die Ausbauarbeiten starten umgehend; bis 2034 peilt das Unternehmen eine Bevölkerungsabdeckung von 99,95 Prozent an – ein Meilenstein, der die digitale Zukunft des Vereinigten Königreichs neu gestalten könnte.