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AMD Instinct MI430X KI-Beschleuniger mit HBM4-Speicher treibt Supercomputing an

AMD, bislang vor allem für seine CPUs und GPUs bekannt, baut mit der Instinct-Reihe von KI-Beschleunigern seine Position im High-Performance-Computing aus.

Der neu vorgestellte MI430X knüpft daran an und führt die CDNA-Architektur ein – AMDs rechenoptimiertes Design, das Datendurchsatz höher gewichtet als Grafik-Rendering.

Zudem kommt HBM4-Speicher zum Einsatz, ein High-Bandwidth-Format der nächsten Generation, das schnelleren Datenzugriff ermöglicht und die Latenz bei groß angelegten KI- und wissenschaftlichen Simulationen senkt.

Ausbau des High-Performance-Computing

Der Instinct MI430X tritt die Nachfolge des MI300A an, der El Capitan – den führenden US-Supercomputer für nationale Sicherheit und Forschung – antreibt.

Er bringt 432 GB HBM4-Speicher mit, eine neuere Form gestapelten Speichers, die Daten schneller bewegt und näher am Prozessor sitzt. Diese Konstellation verringert Verzögerungen und den Energieverbrauch, wenn Billionen-Parameter-Modelle berechnet werden.

Der Beschleuniger beherrscht hardwareseitige Double-Precision-Berechnungen (FP64), die für klassische wissenschaftliche Workloads unerlässlich sind. Zusätzlich bietet er native FP8- und FP4-Modi – niedrigere Präzisionsformate, die speziell für effizientes KI-Training und Inferenz ausgelegt sind.

Zusammen sollen diese Fähigkeiten Fortschritte in zahlreichen Disziplinen beschleunigen – von Energieforschung und Materialwissenschaft bis hin zu generativen-KI-Anwendungen.

KI-Systeme und Performance der nächsten Generation

AMD integriert den Instinct MI430X in moderne Rechnersysteme wie den Discovery-Supercomputer des Oak Ridge National Laboratory, einem US-Zentrum für Wissenschaft und nationale Sicherheit.

Dort arbeiten die MI430X gemeinsam mit AMDs neuen Server-CPUs der Reihe EPYC „Venice“ auf HPE Cray GX5000-Hardware – einer modularen Plattform für hochdichte, flüssiggekühlte HPC- und KI-Installationen.

Gemeinsam mit dem Lux-Cluster, einem dedizierten KI-System am Oak Ridge-Labor, fließt das Projekt in die Initiative „AI Factory“ ein, die Forschung mithilfe von Simulation und Machine Learning beschleunigen will.

Auch Europas System „Alice Recoque“, benannt nach einer Pionierin der französischen Informatik und frühen KI-Forschung, wird auf MI430X-Beschleuniger und EPYC-„Venice“-CPUs setzen. Diese Next-Gen-Chips sind auf hohe Performance bei zugleich geringem Energiebedarf ausgelegt.

Das System basiert auf Evidens BullSequana-Plattform – einer modularen Architektur, die in EU-Supercomputing-Projekten sowohl klassisches HPC als auch KI-Workloads vereint.

Auf der Roadmap des Chip-Herstellers steht zudem der Instinct MI455X, ein Beschleuniger der nächsten Generation, der es mit NVIDIAs kommenden KI-Plattformen aufnehmen soll.

Der Schwerpunkt auf Performance pro Watt bleibt dabei ein entscheidendes Kriterium für Rechenzentren und Supercomputing-Standorte, an denen Energieeffizienz zunehmend im Mittelpunkt steht.