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Efficient Computer sichert sich umfangreiche Finanzierung für stromsparende KI-Prozessoren

Efficient Computer sichert sich umfangreiche Finanzierung für stromsparende KI-Prozessoren

Deutschlands Fokus auf nachhaltige Technologie und energieeffiziente KI macht internationale Hardware-Entwicklungen besonders interessant.

Ein aktuelles Beispiel kommt von einem US-Startup, das Prozessoren entwickelt, um den Stromverbrauch bei Machine-Learning-Anwendungen zu senken.
Efficient Computer Co., ein Startup aus Pittsburgh, gegründet von Forschenden der Carnegie Mellon University – einer US-Institution, die für Informatik und Ingenieurwesen bekannt ist –, hat rund 51 Millionen Euro in einer Series-A-Finanzierungsrunde eingesammelt.

Diese erste größere Risikokapitalrunde für junge Unternehmen bringt das insgesamt eingesammelte Kapital auf über 64 Millionen Euro.

Federführend dabei war Triatomic Capital, ein Technologie-Investor. Ebenfalls beteiligt: Eclipse, ein US-Unternehmen mit Fokus auf industrielle Innovation, Union Square Ventures – ein New Yorker Investor, der bei großen Tech-Plattformen bekannt ist – und Toyota Ventures, die Investment-Sparte des Autoherstellers.
Die Mittel sollen die Entwicklung und den Rollout der stromsparenden KI-Prozessoren von Efficient Computer beschleunigen.

Ein neuer Ansatz für stromsparende KI

Der Electron E1-Prozessor von Efficient Computer, ein energiesparender Chip für komplexe Algorithmen auf Endgeräten, setzt auf ein spezielles Spatial-Dataflow-Design.
In diesem gitterartigen System können die Verarbeitungseinheiten Daten direkt untereinander austauschen. So werden unnötige Datenbewegungen reduziert, der Energieverbrauch sinkt und die Arbeitslast wird effizient verteilt. Das Ergebnis: hohe Rechenleistung pro Watt, ohne dass Entwicklerinnen und Entwickler bei der Flexibilität Kompromisse eingehen müssen.

Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seinen Fahrplan voranbringen, das Engineering-Team ausbauen und die Integration des Electron E1 in neue KI-Märkte beschleunigen.
Zielanwendungen sind unter anderem industrielle Automatisierung, kritische Infrastrukturen, Raumfahrt- und Satellitensysteme sowie langlebige, batteriebetriebene Sensoren.

Zusätzlich hat Efficient Computer den effcc Compiler entwickelt. Dieses Software-Tool hilft Entwicklerinnen und Entwicklern, Code in wichtigen Programmiersprachen wie C – einer Grundsprache für Systemsoftware – und TensorFlow, Googles Machine-Learning-Framework, automatisch zu optimieren.
Der Compiler ist auf die Fabric-Architektur von Efficient Computer zugeschnitten – das Grundsystem, das die Aufgaben über den Electron E1 verteilt – und kommt mit minimalem manuellem Aufwand seitens der Programmiererinnen und Programmierer aus.

Branchen-Einfluss und globale Bedeutung

Pittsburghs Technologiesektor zieht zunehmend Risikokapital an – vor allem für Startups im Bereich Machine Learning, die besonderes Wachstumspotenzial bieten.

Einer der ersten Partner von Efficient Computer ist BrightAI, ein Unternehmen, das künstliche Intelligenz in physischer Infrastruktur einsetzt.
BrightAI nutzt den Electron E1-Prozessor für Edge-Computing und ermöglicht es Geräten, Daten direkt vor Ort zu verarbeiten – so sinkt die Abhängigkeit von Cloud-Servern.

Investorinnen und Investoren sehen in der Architektur einen Weg, anspruchsvolle Algorithmen auch in Geräte zu bringen, die strenge Energiegrenzen einhalten müssen.